die prozessreflexion zeigt, wie der altbau des kantonsspitals baden — das haus 1 aus den 1970er-jahren in dättwil — sinnvoll weitergebaut werden kann, statt ihn abzureissen. der bestand ist für mich eine wertvolle ressource und ein zentraler CO₂-speicher: sein erhalt spart rund 24'000 tonnen gebundenes CO₂ und sichert einen langfristigen wert für das spital.
mein ansatz folgt dem «as found», inspiriert von alison und peter smithson sowie robert venturi — das vorgefundene unvoreingenommen annehmen und mit seinen qualitäten wie widersprüchen arbeiten, statt ihm ein beliebiges konzept überzustülpen.
um dem fachkräftemangel im gesundheitswesen zu begegnen, verknüpfe ich die spitalnutzung mit der ausbildung: die höhere fachschule gesundheit und sozialwesen zieht ins gebäude, der sockel wird zum öffentlichen ort mit schulräumen, mensa, aula, bibliothek und café. das bettenhochhaus wird zu flexiblem wohnraum — eine lebendige «vertikale nachbarschaft».
auch konstruktiv bleibt es konsequent: bestehende betonbauteile werden vor ort wiederverwendet, schnittstellenräume tagsüber von studierenden, abends von bewohnerinnen und bewohnern genutzt.